Dienstag, 23. Januar 2007

2 Welten in Buenos Aires

Heute war ein regnerischer Tag in Buenos Aires, und obwohl ich natürlich ohne Regenschirm unterwegs war (ich besitze hier gar keinen) und nass geworden bin, fand ich das Regenwetter mal ganz angenehm. Schließlich kam mit dem Regen eine kleine Abkühlung....

Nach meinem Spanischkurs in der Academia haben Basti und ich uns an der Plaza de Mayo getroffen um zum Busbahnhof in Retiro zu fahren, um dort unsere Bustickets nach Bariloche (eine Stadt im Seengebiet Patagoniens) zu kaufen. In den letzten 6 Wochen unseres Aufenthaltes in Argentinien wollen wir nämlich durchs Land reisen und unsere erste Station wird dann also Bariloche in Patagonien sein- ich freu mich schon riesig drauf...

Wenn man im Busbahnhof in Retiro aussteigt, kommt man quasi in einer anderen Welt an. Das sonst so schöne, gepflegte und moderne Buenos Aires zeigt dort seine traurige Seite, mit kleinen betteltenden Kindern, die Klebstoff schnüffeln und neben einem herlaufen und nach Geld fragen, mit düster dreinblickenden jungen Typen, denen man nicht nachts allein auf der Straße begegnen möchte und einer allgemein schmtuzigen und hektischen Atmosphäre.
Wenn man diesen Teil Buenos Aires mit seinen Straßenkindern und dem hinter dem Busbahnhof gelegenen Armutsviertel mit dem stylischen Stadtteil Palermo Viejo vergleicht, wo sich eine Designerboutique an die nächste reiht, schicke und super schlanke Argentinierinnen in den Cafés sitzen und junge Geschäftsmänner in ihren neuen Peugeots vorbeifahren, wird einem der krasse Gegensatz in diesem Land sehr deutlich.
Es gibt hier auf der einen Seite die mondänen Großstädter und auf der anderen Seite noch eine erschreckende Armut, die man aber nicht sofort bemerkt und die sich zu einem Großteil nicht im Stadtzentrum bemerkbar macht.
Aber in dieser Hinsicht prallen hier Welten aufeinander.

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