Dienstag, 23. Januar 2007

04.01.07

Donnerstag 04.01.07

Gestern wollte ich ursprünglich für einige Stunden in der Academia Buenos Aires arbeiten. Jeden Mittwoch um 16.30 h gebe ich nämlich Englischunterricht an Silvana, die recepcionista. Vorher wollte ich noch im Internet nach guten Aufgaben über die Conditional Sentences suchen, die ich mit Silvana durchgehen wollte- doch im ganzen Mikrozentrum von Buenos Aires herrschte mal wieder ein Corte de luz- ein Stromausfall.
In den heißen Sommermonaten des Jahres sind Stromausfälle im Stadtzentrum keine Seltenheit, denn die vielen Klimaanlagen der Stadt verbrauchen mehr Energie als zur Verfügung steht, mit dem Resultat, dass es dann für einige Stunden keine Energieversorgung mehr gibt und die Stadt mehr oder minder lahme gelegt ist.
In der Schule gab es also kein Internet, und kein Licht, dafür aber warme Joghurts aus dem Kühlschrank, der schließlich auch nicht mehr kühlen konnte.
Auch die Restaurants in der Umgebung der Schule hatten keinen Strom mehr und die Gäste saßen im Dunkeln und aßen. Aber ich konnte mich nur über die Gelassenheit der portenos
Gegenüber diesem Problem wundern, sie regten sich gar nicht auf- für sie war es wahrscheinlich schon Gewohnheit und lebten halt mit diesem Umstand.
Aber ich, die ich aus dem gut organisierten Deutschland komme, ärgerte mich schon ein bisschen, dass ich kein Internet zur Verfügung hatte…


Wenn man zurzeit durch die Strassen der Stadt läuft, fallen einem ständig dicke Tropfen Wasser auf den Kopf oder ein anderes Körperteil. Das Wasser, das einem nun täglich auf den Kopf fällt, ist das Kühlwasser der Klimaanlagen, die außen an der Häuserwänden angebracht sind. Und da die Klimaanlagen so sehr beansprucht werden, gibt es dementsprechend viel Kühlwasser. Manchmal ist es super unangenehm, wenn man wieder mal einen dicken Tropfen auf die nackte Schulter (schließlich läuft man nur leicht bekleidet mit Tops durch die Gegend) abbekommen hat und man sich vorstellt den Atem der Menschen in Wasserform abbekommen zu haben.


Heute ist es etwas kühler draußen, bewölkt, vielleicht 38 Grad und es gibt mal wieder kein Strom. Ich würde ja sehr gerne arbeiten- aber wie ohne Internet??

Tja, das ist halt Südamerika und hier laufen die Dinge eben etwas anders.

Aber auf heute Abend freue ich mich schon, denn Basti hat ein Pärchen aus seiner Sprachschule eingeladen, die heute Abend, zusammen mit Karen, die ich aus der Academia kenne, zum Asado- argentinisches BBQ- zu uns auf die Dachterrasse kommen.Also eins muss man dem Land lassen, das Fleisch schmeckt super und ist so ziemlich das Beste, was ich jemals gegessen habe. Und dazu kommt, dass es hier unglaublich günstig ist. 600 Gramm Rinderfilet kosten umgerechnet vielleicht 2,50 €!! Da freut sich der Magen ;-)

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