Dienstag, 30. Januar 2007

Un día maravilloso

Heute war ein super toller Tag und ich hab den ganzen Tag Spanisch gesprochen, dass es mir jetzt richtig schwer fällt Deutsch zu schreiben.
Also heute hatten Basti und ich jeweils Freunde eingeladen zu uns nach hause. Und direkt nach meinem Sprachkurs in der Academia Buenos Aires bin mit zwei Freunden, die ich von dort kenne, zu uns gefahren, wo Basti schon mit zwei weiteren Freundinnen wartete, und dann haben wir ein köstliches Asado gemacht. Um 14h mitten in der stärksten Mittagshitze auf unserer Dachterrasse im 8. Stock. Auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seiten und wir hatten mal wieder 30 Grad und es war keine Wolke am Himmel zu sehen...
Bueno, nach viel zu vielen Steaks, Salat, Kräuterbutter und Baguette, sind wir 6 dann alle zusammen runter an unseren Pool gegangen und haben dort den restlichen Nachmittag gechillt, haben uns im Pool erfrischt, Mate getrunken und mit den Argentinier aus unserem Haus gequatscht. WIr alles Ausländer aus Brasilien, Australien, Holland und Deutschland waren quasi die Attraktion an unserem Pool und viele Argentinier kamen, setzten sich zu uns und stellten uns ganz viele Fragen. Weil Juliana aus Brasilien kein Englisch spricht, haben wir natürlich die ganze Zeit Spanisch gesprochen... was uns allen gut gefallen hat.
Um 18h dann sind wir wieder auf die Dachterrasse gegangen, haben Musik gehört und kühles Quilmes getrunken und weiterhin bis 21h gequatscht. DAnn ging ein Tag wie in einer amerikanischen Seifenoper zu Ende. - Pero realmente me encantó!!!

Donnerstag, 25. Januar 2007

Salsa tanzen im Azúcar

Gestern in der Sprachschule verabredete ich mich mit drei weiteren Studenten abends für einen Salsakurs im Azúcar- einer in Buenos Aires sehr bekannten Salsa-Tanzschule. Und zu meiner Freude kam auch mein Freund Bastian mit, ohne dass ich hätte große Überzeigungsarbeit leisten müssen.

Also fanden wir 5 uns dann 21.30 h an besagtem Ort ein und bald begann der Salsakurs. Es war super voll, und sofort versetzte die laute Salsamusik einen in gute Stimmung - allerdings ist die Decke des Azúcars sehr niedrig und es gibt keine Klimaanlage, nur einige Elektrikventilatoren, die aber nicht wirklich gegen die Hitze ankamen und deshalb heißes, ja fast subtropisches Klima in dem dämmrigen Tanzsaal herrschte. Aber mich hat es nicht gestört- das ist für mich Südamerika... Der einzige Nachteil war, dass es nur einen Lehrer gab, man ihn und seine Tanzschritte aber leider oftmals nicht sehen konnte und so das "richtige Tanzen" nciht wirklich geklappt hat, aber wir alle waren ja auch nur zum Spaß da.... Nach circa anderthalb Stunden, waren wir dann alle durchgeschwitzt, die kleinen schnellen Salsaschritte wurden ganz schön anstrengend nach einer Weile, und freuten uns auf ein Bier!

Dienstag, 23. Januar 2007

2 Welten in Buenos Aires

Heute war ein regnerischer Tag in Buenos Aires, und obwohl ich natürlich ohne Regenschirm unterwegs war (ich besitze hier gar keinen) und nass geworden bin, fand ich das Regenwetter mal ganz angenehm. Schließlich kam mit dem Regen eine kleine Abkühlung....

Nach meinem Spanischkurs in der Academia haben Basti und ich uns an der Plaza de Mayo getroffen um zum Busbahnhof in Retiro zu fahren, um dort unsere Bustickets nach Bariloche (eine Stadt im Seengebiet Patagoniens) zu kaufen. In den letzten 6 Wochen unseres Aufenthaltes in Argentinien wollen wir nämlich durchs Land reisen und unsere erste Station wird dann also Bariloche in Patagonien sein- ich freu mich schon riesig drauf...

Wenn man im Busbahnhof in Retiro aussteigt, kommt man quasi in einer anderen Welt an. Das sonst so schöne, gepflegte und moderne Buenos Aires zeigt dort seine traurige Seite, mit kleinen betteltenden Kindern, die Klebstoff schnüffeln und neben einem herlaufen und nach Geld fragen, mit düster dreinblickenden jungen Typen, denen man nicht nachts allein auf der Straße begegnen möchte und einer allgemein schmtuzigen und hektischen Atmosphäre.
Wenn man diesen Teil Buenos Aires mit seinen Straßenkindern und dem hinter dem Busbahnhof gelegenen Armutsviertel mit dem stylischen Stadtteil Palermo Viejo vergleicht, wo sich eine Designerboutique an die nächste reiht, schicke und super schlanke Argentinierinnen in den Cafés sitzen und junge Geschäftsmänner in ihren neuen Peugeots vorbeifahren, wird einem der krasse Gegensatz in diesem Land sehr deutlich.
Es gibt hier auf der einen Seite die mondänen Großstädter und auf der anderen Seite noch eine erschreckende Armut, die man aber nicht sofort bemerkt und die sich zu einem Großteil nicht im Stadtzentrum bemerkbar macht.
Aber in dieser Hinsicht prallen hier Welten aufeinander.

19.01.07

Freitag, 19.01.2007

Morgens hatte ich wieder meinen Spanischkurs in der Academia Buenos Aires, was diesmal besonders interessant war, weil wir über das Land Argentinien und seine Probleme gesprochen haben, und sich daraus eine super interessante Diskussions- bzw. Gesprächsrunde ergeben hat und unsere Lehrerin, die natürlich aus Buenos Aires stammt, uns Insiderwissen über die Bräuche, aber auch Probleme des Landes wie z.B. Armut, Cartoneros etc. geben konnte. Ich finde es wichtig auch etwas über das Land zu erfahren, in dem ich nun schon seit fast 5 Monaten lebe.

Am Nachmittag habe ich dann Englischunterricht an Virginia gegeben, und auch das war wie immer schön, wir haben uns viel unterhalten und mit dem Englischbuch gearbeitet, das ich kürzlich gekauft habe und ich habe deutliche Fortschritte in Ihrem Englisch wahrgenommen. Das freut natürlich das Herz eines jeden Lehrers (oder besser gesagt angehenden Lehrers) und so habe ich mich, positiv gestimmt, auf den Rückweg nach Palermo in unser Apartment begeben.

Draußen waren es mal wieder 31 Grad im Schatten und die Sonne prallte auf die Innenstadt. Wie immer tropfte an allen Hauswänden Kühlwasser von den etlichen Klimaanlagen herunter und natürlich fiel in der Innenstadt streckenweise wieder der Strom aus, so dass die alten Lifte aus dem vorletzten Jahrhundert nicht mehr fuhren, und man sich die Treppen im Dunkeln hochquälen musste, während auch wieder mal die vielen Kunden in den Restaurants im Dunkeln saßen und aßen. Aber man gewöhnt sich dran und kann eigentlich schon drüber lachen.

Ich bin aber doch froh, dass in Palermo, bisher noch keine Stromausfälle waren und ich also in ein von der Klimaanlage schön gekühltes Zimmer zurückkam und mich in Bett fallen ließ um Siesta zu halten.

Der Lebensrhythmus hier in Argentinien ist wirklich ganz anders als in Deutschland. Zwischen 14 und 16.30 h halten die Menschen -zumindest in den Wohngebieten wie Palermo, Recoleta etc- Siesta. In diesen zweieinhalb Stunden sind die Straßen wie leergefegt und man hat sogar eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit um diese Uhrzeit im Supermarkt einkaufen gehen zu können ohne in einer 5 m langen Schlange an der Kasse stehen zu müssen.

So gegen 16.30 / 17 h erwacht die Stadt dann wieder zum Leben und die Menschen strömen in die vielen schönen Cafés, um draußen im Schatten einen Café con Leche oder Jarrito zu trinken und ein kleines Alfajor, (das ist eine Art doppelter Keks aus zwei Kekshälften, die in der Mitte mit Dulce de Leche gefüllt sind)- zu sich zu nehmen. Man kann sogar um 19 h abends noch viele ältere Leute in den Cafés mit ihren Kaffees und Tees sitzen sehen. Wenn ich da an Deutschland und meine Großeltern zurückdenke, die um 19 h schon seit einer Stunde ihr „Abendbrot“ gegessen habe, wird der Unterschied zwischen den Kulturen schon sehr deutlich.
Und hier geht man natürlich auch viel später los, wenn man im Restaurant zu Abend essen möchte. Nicht selten sieht man selbst um 0.00h noch Großfamilien mit den Großeltern ein Restaurant betreten. In Deutschland ist es meinem Opa schon um 19.30 h zu spät um essen zu gehen.
Aber klar, das sind einfach zwei völlig unterschiedliche Kulturkreise und der andere Lebensrhythmus hat was mit den warmen Klima hier zu tun.

18.01.07

Donnerstag, 18.01.07

Der Tag verging im gewohnten Rhythmus, morgens hatte ich meine 4 Stunden Spanischkurs in der Academia Buenos Aires, - zur Zeit nehme ich selber nämlich auch für zwei Wochen an einem Spanischkurs teil- und nachmittags hab ich dann noch zwei, drei Stündchen gearbeitet, und bin dann schnell nach hause gefahren um noch etwas von der Sonne und dem schönen Wetter an unserem Pool mitzuerleben. Ja, ihr habt richtig gelesen, wir haben einen kleinen Pool in unserem Haus… Denkt jetzt bitte nicht- oh mein Gott wie übertrieben- sondern wir haben einfach super Glück gehabt mit unserem Apartment in Palermo und wir bezahlen nicht mehr als alle anderen auch, die in den nördlichen Stadtteilen Palermo, Recoleta etc. wohnen.
So hab ich dann also den Nachmittag zusammen mit einigen Bewohnern des Hauses am Pool verbracht, mit ihnen Mate- das ist ein typisch argentinisches Teegetränk aus Kräutern, das mit heißem Wasser aufgegossen und aus extra Mate-Gefäßen mit Strohhalmen getrunken wird- getrunken und erzählt.

Abends hat mich dann Karen mit zum Geburtstag einer Freundin genommen, die in einem coolen Restaurant namens Akabar in Palermo gefeiert hat. Susi, das Geburtstagskind aus Australien, kannte ich vorher gar nicht, aber jeder ihrer eingeladenen Bekannten konnte noch weitere Freunde mitbringen und deshalb hatte Karen mich dazu eingeladen. Und so war es ein super interessanter Abend, wir waren eine bunt gemischte Runde aus einheimischen Portenos, Amerikanern, Engländern, Australiern, Holländern. Ich finde es immer super interessant mich mit anderen Reisenden zu unterhalten, zu fragen was sie hier in Buenos Aires machen und wie es ihnen gefällt etc. Oft trifft man auf Leute, die sich auf einer Art Weltreise befinden, die 1 Jahr oder teilweise noch länger durch die verschiedenen Kontinente reisen, sich ganz spontan entscheiden, wie lang sie an dem einen Ort bleiben und wo sie als nächsten hinfahren möchten. Solche Menschen finde ich super interessant und auch Susi gehört zu dieser Gruppe dazu, sie hat wohl einfach ihre Sachen gepackt und ist nach Buenos Aires los geflogen und weiß bisher nur, dass sie ungefähr ein Jahr bleiben will und noch auf jeden Fall nach Mexiko und England will, aber wann und wo sie dazwischen noch Stopps macht, weiß sie nicht.
Also war es eine lustige Runde mit interessanten Gesprächen zwischen etlichen Quilmes Stout (das ist ein super leckeres und süßes Schwarzbier), diversen Caipirinhas und Hühnchen Chop Suey.

15.01.07

Ein Tag in Colonia/ Uruguay 15.01.07


Am Samstag sind Bastian und ich zwecks Stadtbesichtigung und zwecks Verlängerung meines Touristenvisas nach Colonia/ Uruguay gefahren. Um 9 h morgens also waren wir in Puerto Madero von wo aus die Fähre des Unternehmens Buquebus nach Uruguay abfährt. Vor der Abfahrt herrschte natürlich ein großes Durcheinander in der Wartehalle, Menschen mit Kofferwagen und diversen Taschen standen in etlichen Schlangen um ihr Gepäck abzugeben und einzuchecken, und um sich dann anschließend in eine weitere Schlange des Migrationsamtes einzureihen.

Uns blieb natürlich nichts anderes übrig als das Selbe zu tun, und irgendwann hatten wir dann auch sämtliche Schalter und Check-ins und die Ausreise aus Argentinien amtlich gemacht, so dass wir uns auf die Fähre und einstündige Fahrt nach Colonia begeben konnten.
Die Überfahrt über den Río de la Plata verging dank Bordservices (jeder Gast bekam, sobald er Platz genommen hatte, Medialunas, ein Brownie und ein Kaltgetränk serviert) und meines Buches super schnell um.

In Uruguay angekommen, machten wir uns auf den Weg in das historische Viertel von Colonia, das bekannt für seine Kolonialbauten aus dem 18. Jahrhundert ist welches aufgrund seiner Ursprünglichkeit zum Weltkulturerbe erklärt worden ist.
Und tatsächlich, das barrio histórico, wie es auf Spanisch heißt, war super schön, genauso wie man sich Südamerika von vor 20 Jahren vorstellt. Überall kleine, gepflegte, bunte Häuschen, alte Stadtmauern, und kleine Parks. Es gab fast keine Menschen auf den Straßen und es herrschte eine ganz ruhige und entspannende Atmosphäre dort. So einen ruhigen Ort, der nur eine knappe Stunde Fährfahrt von dem hektischen Buenos Aires entfernt ist, konnte ich mir gar nicht vorstellen.

So verbrachten wir den Tag also in der Altstadt, liefen durch die kleinen Gassen, bestiegen den Leuchtturm, tranken Erdbeer- Milchshakes in den schönen kleinen Cafés und hielten Siesta am Strand des Río de la Plata, in dem wir auch schwimmen konnte.
Abends um 20 h fuhr dann unsere Fähre wieder zurück nach Buenos Aires und wir genossen entspannt und müde vom vielen Herumlaufen die Überfahrt zurück nach Argentinien und konnten von der Fähre aus beobachten, wie die Sonne im Río de la Plata unterging. Auch der Blick abends von der Fähre aus auf das nahende Buenos Aires war spektakulär und so hatten wir nicht nur einen super schönen Tag in Uruguay verlebt, sondern gleichzeitig auch wieder ein neues Touristenvisum von 3 Monaten in Argentinien

10.01.07

Nachts im Taxi durch Buenos Aires Mittwoch, 10.01.07


Gestern Abend wurde von der Academia Buenos Aires ein Asado (ein typisch argentinisches Grillfest) organisiert, das im Haus des Besitzers der Schule, Frédérico, stattfand.
Nach typisch argentinischer Manier waren alle Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Schule für 22 h (mit typisch meine ich die Uhrzeit, denn hier isst man immer später zu Abend als zum Beispiel bei uns in Deutschlnd) eingeladen und es war ein super netter Abend.
Fredericos Haus ist super schön, und auf dem Dach gibt es eine riesige Dachterrasse- natürlich mit einem großen Grillplatz, schließlich vergeht für einen Argentinier keine Woche ohne ein Asado- aber das ist bei dem leckeren Steak hier auch verständlich …

Nachdem jeder jeden begrüßt hatte aller konnten wir uns dann an einen reichhaltig gedeckten Tisch setzen. Wie bei jedem argentinischen Asado gab es köstliche Steaks, Churrizos (Würstchen) und zu meinem Entzücken auch ganz viele, bestimmt 7, verschiedene Salate. Dazu natürlich leckeren Rotwein aus Mendoza, Bier und Softdrinks.

Gegen 1 h nachts bin ich dann mit dem Taxi zurück nach Palermo in unser Apartment gefahren. Ganz besonders nachts, wenn ich mit dem Taxi durch Buenos Aires fahre, fällt mir auf wie schön die Stadt ist. Überall gibt es weite Alleen, Parkanlagen, kleine süße Cafés und viele der Wohnhäuser sind alte Patrizierbauten mit hohen Decken, Verzierungen und kleinen französischen Balkonen. Wenn der Taxifahrer dann auch noch zufällig Tangomusik im Radio laufen lässt, fühlt man sich wie im Film und kann sich gut die alten Glanzzeiten Argentiniens vorstellen.

Am Tag bekomme ich jedoch manchmal einen anderen Eindruck von der Stadt, wenn es 35 Grad im Schatten ist, und die Hektik, der Lärm und der Verkehr mit den hupenden Taxis und den alten lauten Dieselbussen Buenos Aires in ein Moloch verwandeln, aus dem man eher fliehen möchte. Wenn kleine Kinder in schmutzigen Kleidern durch die Cafés ziehen und betteln, wenn man zur Rush Hour die Subte nimmt und mit viel zu vielen Menschen auf kleinstem Raum eingesperrt ist und wegen der Menschenmassen zum Verlassen der U-Bahn Station knappe 5 Minuten braucht, dann gibt mir Buenos Aires schon mal einen bedrückenden Eindruck. Aber nachts schließe ich immer wieder meinen Frieden mit der Stadt, wenn der Zauber vergangene Zeiten in der Luft liegt und die Schönheit der Stadt zum Ausdruck kommt.

6.01.07

Ein schöner Tag unter Palmen im Freibad 6.01.07

Samstag war wieder super Wetter in Buenos Aires und nach langer Zeit wieder mal ein Tag an dem es heiß und sonnig war, ohne Wolkenfelder, die über den Himmel ziehen oder so hohe Luftfeuchtigkeit, dass es einem den Atem verschlägt.

Also verbrachten wir den Tag in einem riesigen Freibad, Punta Carrasco, wo man es sich für den stolzen (vor allem für argentinische Verhältnisse sogar unglaublich hohen) Eintrittspreis von 28 pesos/ Tag, zuzüglich 5 pesos für eine Sonnenliege- die man praktisch kaufen muss, wenn man nicht auf dem Steinboden liegen möchte- richtig gut gehen lassen kann. Es gibt zwei Schwimmbäder, eins für Kinder und eins ausschließlich für Erwachsene, welches wirklich groß, gepflegt und sauber ist, mit einer Insel, auf der eine Palme gepflanzt ist. Dazu gab es einen DJ, der chillige Musik gespielt hat und man fast vergessen könnte noch im Zentrum von Buenos Aires zu sein, wenn nicht direkt nebenan ein Flughafen (aber ein kleiner, nicht der internationale Flughafen) wäre, von dem aus alle 10 Minuten ein Flugzeug starten würde. – Aber nein, das bisschen Fluglärm hat unserer Stimmung keinen Abbruch getan und wir genossen den schönen Tag draußen.

Als wir abends wieder in unserem Apartment ankamen waren wir richtig müde und entspannt, haben noch was gekocht und dann Fernsehen geschaut. Da Argentinien alle großen amerikanischen Sender- mit spanischen Untertiteln versehen- ausstrahlt, bleiben was das Fernsehprogramm angeht keine Wünsche übrig. Also entschieden wir uns für den Klassiker Top Gun und ließen uns dazu ein halbes Kilo Eis von Munchi´s – meiner Meinung nach der besten Eisdiele in Buenos Aires- liefern, die Sorten „Chocolate con almendras“ und „Dulce de Leche con Brownie“ – mhm einfach köstlich.
Das ist echt toll, in Buenos Aires kann man sich so ziemlich alles liefern lassen, sogar Eis und das noch um Mitternacht…

Man kann also richtig schöne Tage in Buenos Aires erleben ;-)

04.01.07

Donnerstag 04.01.07

Gestern wollte ich ursprünglich für einige Stunden in der Academia Buenos Aires arbeiten. Jeden Mittwoch um 16.30 h gebe ich nämlich Englischunterricht an Silvana, die recepcionista. Vorher wollte ich noch im Internet nach guten Aufgaben über die Conditional Sentences suchen, die ich mit Silvana durchgehen wollte- doch im ganzen Mikrozentrum von Buenos Aires herrschte mal wieder ein Corte de luz- ein Stromausfall.
In den heißen Sommermonaten des Jahres sind Stromausfälle im Stadtzentrum keine Seltenheit, denn die vielen Klimaanlagen der Stadt verbrauchen mehr Energie als zur Verfügung steht, mit dem Resultat, dass es dann für einige Stunden keine Energieversorgung mehr gibt und die Stadt mehr oder minder lahme gelegt ist.
In der Schule gab es also kein Internet, und kein Licht, dafür aber warme Joghurts aus dem Kühlschrank, der schließlich auch nicht mehr kühlen konnte.
Auch die Restaurants in der Umgebung der Schule hatten keinen Strom mehr und die Gäste saßen im Dunkeln und aßen. Aber ich konnte mich nur über die Gelassenheit der portenos
Gegenüber diesem Problem wundern, sie regten sich gar nicht auf- für sie war es wahrscheinlich schon Gewohnheit und lebten halt mit diesem Umstand.
Aber ich, die ich aus dem gut organisierten Deutschland komme, ärgerte mich schon ein bisschen, dass ich kein Internet zur Verfügung hatte…


Wenn man zurzeit durch die Strassen der Stadt läuft, fallen einem ständig dicke Tropfen Wasser auf den Kopf oder ein anderes Körperteil. Das Wasser, das einem nun täglich auf den Kopf fällt, ist das Kühlwasser der Klimaanlagen, die außen an der Häuserwänden angebracht sind. Und da die Klimaanlagen so sehr beansprucht werden, gibt es dementsprechend viel Kühlwasser. Manchmal ist es super unangenehm, wenn man wieder mal einen dicken Tropfen auf die nackte Schulter (schließlich läuft man nur leicht bekleidet mit Tops durch die Gegend) abbekommen hat und man sich vorstellt den Atem der Menschen in Wasserform abbekommen zu haben.


Heute ist es etwas kühler draußen, bewölkt, vielleicht 38 Grad und es gibt mal wieder kein Strom. Ich würde ja sehr gerne arbeiten- aber wie ohne Internet??

Tja, das ist halt Südamerika und hier laufen die Dinge eben etwas anders.

Aber auf heute Abend freue ich mich schon, denn Basti hat ein Pärchen aus seiner Sprachschule eingeladen, die heute Abend, zusammen mit Karen, die ich aus der Academia kenne, zum Asado- argentinisches BBQ- zu uns auf die Dachterrasse kommen.Also eins muss man dem Land lassen, das Fleisch schmeckt super und ist so ziemlich das Beste, was ich jemals gegessen habe. Und dazu kommt, dass es hier unglaublich günstig ist. 600 Gramm Rinderfilet kosten umgerechnet vielleicht 2,50 €!! Da freut sich der Magen ;-)

03.01.2007

Gefühlte 43 Grad in Buenos Aires Mittwoch

Über das letzte Wochenende und somit auch über Silvester waren Basti und ich für drei Tage an die Atlantikküste gefahren, in einen Ferienort namens Villa Gesell. Die Tage dort waren die reinste Erholung vom eher stressigen Stadtleben in Buenos Aires. Dort direkt am Meer gab es zum ersten Mal nach langer Zeit wieder frische Luft und Wind- wir waren begeistert. Und so verbrachten wir unsere Tage am Strand, wohnten in einem kleinen gepflegten Hostel namens „Los Medanos“, das der Lonely Planet empfohlen hatte und genossen die freien Tage. Wir haben viele schöne Dinge unternommen, zum Beispiel einen Ausritt durch die Dünen am Strand, haben abends in den Restaurants Fisch und Tintenfischringe gegessen, sind durch die Straßen geschlendert, im Meer geschwommen und uns natürlich am Strand gesonnt.

Den Silvesterabend verbrachten wir ruhig, weil wir beide total müde vom Tag waren. Wir hatten morgens den oben erwähnten Ausritt durch die Dünen gemacht, waren danach noch den ganzen Tag bis circa halb acht am Strand und waren leider bereits müde als wir um 21.30 h ins Restaurant gingen. Im Restaurant gab es ein dreigängiges Silvestermenü mit Tintenfischringen, natürlich einem argentinischen Steak und einer Eistorte zum Nachtisch und dazu Viel Wein, so dass das nicht gerade förderlich im Hinblick auf unsere Müdigkeit war. Aber natürlich blieben wir noch bis 0.00 h im Restaurant wo wir dann aufs neue Jahr angestoßen haben und gingen dann noch zum Strand herunter, um uns das Feuerwerk anzusehen und zu feiern.

Den nächsten Tag, also Neujahr, schliefen wir erst mal aus und mussten dann in einer kleinen Bar frühstücken gehen, weil wir natürlich das Frühstück im Hostel, dass zwischen 9 und 10 h statt fand, verpasst hatten. Den restlichen Tag verbrachten wir am Strand und packten abends unsere Rucksäcke für die Abreise am nächsten Tag, zurück nach Buenos Aires

Am Dienstag, den 02.01.07 kamen wir abends gegen 21 h wieder am Busbahnhof „Retiro“ in Buenos Aires an, und als wir aus dem Bus ausstiegen (das Bussystem in Argentinien ist wirklich super, moderne Doppeldeckerbusse, in denen man zwischen „semi cama“, also einem Halbbett und „cama total“, also einem quasi richtigen Bett wählen kann, fahren quasi durch das ganze Land und bringen die Heerscharen von Backpackern von einem Punkt zum nächsten) , , traf uns die stickige Luft Buenos Aires wie ein Schlag. Mir wurde in diesem Moment erst klar wie feucht und tropisch doch das Klima in Buenos Aires in den letzten Wochen geworden war. Mir war das vorher gar nicht so extrem aufgefallen, ich hatte mich immer nur gewundert, wieso ich mich oft so müde und kraftlos fühlte. Doch durch die 3 Tage außerhalb von Buenos Aires wurde mir erst noch mal bewusst, wie hoch die Luftfeuchtigkeit in der riesigen Metropole wirklich war. Den genauen Grad der Luftfeuchtigkeit kenn ich zwar nicht, aber vielleicht waren es so um die 82 % Luftfeuchtigkeit- kann das hinkommen?.
In der Zeitung hatte ich auch gelesen, dass der 01.01.07 in Buenos Aires das heißeste Neujahr seit zehn Jahren gewesen sein muss, mit gefühlten 43 Grad – aber wir waren ja ein Glück am Meer gewesen!

In der Zeitung hab ich noch eine krasse Geschichte gelesen, und zwar dass ein Familienvater einen Taxifahrer mit einem Stein erschlagen hatte, nachdem dieser seine Frau und sein kleines Baby angefahren hatte und vor lauter Schreck so panisch rückwärts setzen wollte, dass er vergaß den Rückwärtsgang einzulegen und im Vorwärtsgang losfuhr und schließlich das Baby gänzlich überfuhr, woran es dann starb.
Der Vater, der den Unfall live mit ansehen musste, und also sehen musste wie sein kleines Kind überfahren wurde, rastete daraufhin aus und tötete den Taxifahrer mit einem Stein. Es ist weiterhin ungeklärt, ob vielleicht sogar Nachbarn, die ebenfalls den Unfall vom Fenster aus gesehen hatten, dem Vater den Stein zum Töten gebracht hatten.
Ist das nicht unglaublich? Manchmal glaube ich, dass die Hitze und das Klima zur Zeit mit daran Schuld ist, wenn Leute ausrasten, denn das Wetter erhitzt zuweilen doch schon sehr die Gemüter der portenos.

Confíteria Ideal, 28.12.06

Confitería ideal

Gestern Abend war ich um 21 h mit zwei Mädels verabredet, Annika, einer Schweizerin, und Karen, einer Schülerin aus der Academia, um die berüchtigte Tangoshow in der Confitería Ideal anzuschauen.
Ich war froh, mal wieder nur was mit Mädels machen zu können, nicht dass ich mich mit meinem Freund streite, im Gegenteil, wir verstehen uns wirklich super und dafür, dass wir nun schon seit sieben Wochen zusammen in einem Ein-Zimmer-Apartment wohnen und in einer völlig fremden Stadt sind, klappt das Zusammenleben wirklich prächtig, aber trotzdem, nichts geht mal über einen Mädelsabend, mit guten Gesprächen.

Als ich mit leichter Verspätung an unserem Treffpunkt am Eingang der Confítería ankomme, wartet Annika schon auf mich, doch Karen ist noch nicht da. Weil die Tangoshow aber erst um 22 h anfängt, wollen wir vorher noch draußen in einer Bar was trinken gehen.

So gehen Annika und ich schon mal vor in einer Bar, direkt am Obelisken der Avenida 9 de Julio und versuchen uns per Handy mit Karen in Verbindung zu setzen, um ihr mitzuteilen, wo wir sind.
Tja, aber über Handy zu telefonieren ist in Argentinien gar nicht so einfach, vor allem dann nicht, wenn die beiden Gesprächspartner zwei unterschiedliche Netzanbieter haben. Mit meinem Handy kann ich Karen überhaupt nicht erreichen- ich habe eine Prepaid Karte von Personal und sie von CTi Móvil. Mit Annikas Handy schaffen wir es dann eine Verbindung mit Karen über Handy aufzunehmen, doch kann ich sie nicht hören. Das Handy bestätigt zwar eine bestehende Verbindung, doch wie gesagt, Karens Stimme höre ich nicht. Nicht wissend ob Karen mich denn am anderen Ende der Leitung hört, erzähle ich einfach wo wir sind, in der Hoffnung, dass sie mich wenigstens versteht. Und ja, tatsächlich, einige Minuten später kommt eine große schlanke Blondine auf unseren Tisch zu- Karen hat uns zum Glück gefunden….

Nach einer großen Flasche leckerem Stella Artois Bier, gehen wir drei dann den kurzen Weg zurück in die Confitería Ideal, wo die Tangoshow bald anfängt. Doch so super finde ich die Show gar nicht, viele Tanzpärchen sind schon um die 60 Jahre alt und im Vergleich zu der Tangoshow, die Basti und ich in Palermo einmal angeschaut haben, ist diese eher mittelprächtig. Aber der Abend ist trotzdem super schön, wir trinken weiterhin leckeres Bier und erzählen.
Obwohl mir diese Tangoshow nicht so super gut gefallen hat, steht für mich fest, dass ich ihn jetzt auch richtig lernen will. Zwei mal schon war ich in der Milonga (Milonga steht für Tangounterricht- anderhalb Stunden Gruppenunterricht mit einem Lehrerunterricht für 15 Pesos- umgerechnet weniger als 4 Euro- und wir auch im 1.Stock der Confiteria Ideal angeboten) der Confiteria Ideal und das hat mir jedes mal riesigen Spaß gemacht und für mich steht jetzt fest, dass ich weiterkommen will.

27.12.06

Mittwoch 27.12.06

Heute ist Mittwoch, und mal wieder so ein Tag, wo mich die Hitze und Stickigkeit von Buenos Aires total ermüdet. Solange man sich im -dank Klimaanlage- kühlen Apartment aufhält, ist noch alles gut, aber sobald man auch nur einen Schritt aus diesem Zimmer geht und nur durchs Treppenhaus des Gebäudes geht, um in die Waschküche zu gelangen, trifft einen fast der Schlag.
Normalerweise habe ich von mir selber immer gedacht, ich könnte Hitze für eine Deutsche (grins) ganz gut ertragen, aber Buenos Aires lehrt mich das Gegenteil.
Im Treppenhaus unseres Hauses, wo auf jeder Etage im Treppenhaus der Müll derselben gesammelt wird, breitet sich ein übler Geruch nach verfaulenden Essensresten aus, obwohl der Müll täglich mindestens einmal gelehrt wird. Ich habe das Gefühl, ich wäre in einem deutschen Hallenbad, wo auch immer feucht-warme Luft herrscht. Das Wetter macht einen müde und antriebsarm.

Als ich kurze Zeit später die Subte (U-Bahn) nehme, um von Palermo ins Stadtzentrum zu fahren, um bei der Academia Buenos Aires zu arbeiten, habe ich richtiges Mitleid mit den Portenos. Ich bin so froh, dass ich nicht jedes Jahr aufs Neue in den Monaten Dezember und ich schätze im Januar ist es dasselbe, in dieser Stadt leben, wo es schwül, schon fast tropisch heiß ist, die Autos und vielen alten Busse die Luft verpesten und man kaum atmen kann.

Um das Wetter beneide ich die Portenos wirklich nicht, zwar habe ich auch schon oft über das graue deutsche Wetter gemeckert, aber das ist mir immer noch lieber als das Klima in Buenos Aires. Wie gern würde ich jetzt im kalten Deutschland sitzen, es wäre mir auch ganz egal, wenn es regnete und windig wäre.
Aber nein, nicht jammern- schließlich scheint hier die Sonne und es ist blauer Himmel!

Heiligabend in Buenos Aires

Weihnachten bei tropischen Temperaturen downtown Buenos Aires

Dieses Weihnachten war wirklich mal was ganz anderes. Als wir am 24. gegen zwölf Uhr aufwachen und die Rollos hochziehen (die wie weniger als Schutz gegen Helligkeit, sondern vielmehr als Schutz gegen den unermüdlichen Straßenlärm von Buenos Aires nachts herunterlassen) knallt wie fast immer in den letzten 6 Wochen die Sonne auf unseren Balkon.

In Gedanken bei unseren Familien, die im fernen Deutschland bei mitteleuropäischer Zeit 16h nun langsam mit dem Heilig Abend beginnen, rufen wir sie über Skype an, um uns zu vergewissern, dass es auch dieses Mal bei ihnen zuhause schön und gemütlich ist, bereits langsam dunkel wird, und sich alle auf die nahende Bescherung freuen.

Um wenigstens etwas in Weihnachtsstimmung zu geraten, laden wir uns danach übers Internet den Klassiker „Last Christmas“ von Wham herunter, während wir zum Frühstück ein wahrhaft köstliches Pan dulce aus einer nahegelegenen Confitería essen.

Anschließend machen wir uns auf den Weg nach San Telmo, in der Hoffnung noch etwas von der Fería, das ist eine Art antiker Trödelmarkt, an der Plaza Dorrego mitzubekommen.
Und tatsächlich, als wir gegen 15 h dort ankommen herrscht noch das übliche Trödelmarkttreiben mit Musikern, die schöne Gitarrenmusik spielen und dem Geruch nach gebrannten Mandeln, die es aber ganzjährlich an jeder Straßenecke von Buenos Aires zu kaufen gibt, also im argentinischen Sinne nichts mit Weihnachten zu tun haben.

Und es ist heiß, geschätzte 35 Grad, und trotzdem schlendern wir über die Feria und laufen anschließend den ganzen Weg durch die erstaunlich leere Innenstadt dieser Metropole von der Plaza Dorrego in San Telmo zu Fuß nach Puerto Madero. Dort schließen gegen 17 h auch noch die letzten Cafés, und wir gegen unseren Durst leider nirgendwo mehr einen Café con Leche oder einen jugo naranja exprimido ( frisch gepresster O-Saft) trinken können.
Erstaunlicher Weise fahren aber wenigstens noch alle Busse, und so kommen wir gegen 18h erschöpft von der Hitze und total durstig wieder in unserem Apartment in Palermo an.

Dass heute der 24. Dezember ist, können wir uns kaum vorstellen und trotzdem denken wir in der ein oder anderen Minute immer wieder mal an unsere Familien, wissend dass sie jetzt feiern, sicherlich ganz viel essen und lachen.

Für abends um 21 h haben wir einen Tisch reserviert im Hotel Panamericano an der Avenida 9 de Julio, weil Hotelrestaurants die einzig geöffneten Restaurants an diesem Abend sind.

Das Essen dort schmeckt auch einigermaßen gut, doch natürlich reicht die Kunst der Küche dieses immerhin 5-Sterne Hotels nicht an die coolen Szenerestaurants in Palermo Viejo heran, die so zahlreich im Lonely Planet beschrieben und empfohlen werden.

Und so verbringen wir einen schönen Abend im Hotel und können um 24 h das Feuerwerk auf der Avenida 9 de Julio vom 18. Stock des Hotels bewundern.

Der Rückweg von dort nach Palermo gestaltet sich dann etwas schwieriger, eine geschlagene Stunde warten wir vergeblich auf ein leeres Taxi auf der Avenida 9 de Julio, bis wir endlich gegen halb zwei auf der Avenida Córdoba ein freies Taxi finden, dass uns nach Palermo bringt.

Und so geht unser Heiligabend in Buenos Aires zu Ende, zum ersten Mal nicht zu hause bei der Familie und mit tropisch-heißen Temperaturen in Südamerika.

Zur Vorgeschichte.....

Durchgefallen! Na super, ich hatte die Übersetzungsklausur Deutsch-Spanisch, einen Text von Heinrich Böll, nicht bestanden. Wie sollte ich nur jemals richtig Spanisch lernen?
Beim Austeilen der korrigierten Klausuren berichtete die Spanischdozentin von einem Angebot in Buenos Aires ein sechsmonatiges Praktikum in einer Sprachschule zu machen wo man Deutsch- und Englischunterricht geben sollte, und erwähnte im gleichen Atemzug, dass das doch ein tolles Angebot besonders für diejenigen Studenten, die die Klausur nicht bestanden hatten, sei.
Das mach ich! War mein erster Gedanke. Gesagt getan, am Abend saß ich vorm Computer und sah mir die Homepage von dieser Schule, dessen Namen ich hier besser nicht erwähne, an, die das Praktikum anbot. Die Homepage dieser Schule machte einen sehr guten Eindruck, also schrieb ich in dieser Nacht noch eine Mail an besagte Sprachschule um mein Interesse an dem Praktikum zu bekunden.
Dann ging alles ganz schnell, nach einer weiteren E-Mail und nach Zusendung meines Lebenslaufes hatte ich den Praktikumsplatz bekommen und sollte im nächsten Monat August schon nach Argentinien kommen.
Das ging alles so einfach und schnell und die letzten Wochen bis zum Tag der Abreise vergingen wie im Flug und bald schon saß ich im Flieger nach Buenos Aires. Ich hatte schon so lange vorher gedacht, da müsste man mal hin, nach Südamerika!

Am Sonntag den 27.08.06 landete ich um halb acht morgens in Buenos Aires und wurde wie besprochen von einem Mitarbeiter der Schule abgeholt. Der Tag fing gerade an, es gab keine Wolke am Himmel, aber es waren nur drei Grad, schließlich war Winterzeit in Argentinien.
Der Fahrer fuhr mich zu dem Haus, in dem ich nun wohnen sollte. Aber wieso denn Haus, dachte ich, in den E-Mails wurde doch immer von einer Studenten- WG gesprochen. Als ich das Haus betrat stellte sich Carolina, meine zukünftige Vizechefin mir vor, hieß mich kurz willkommen, führte mich durch das Apartment und ging dann nach circa 10 Minuten wieder und wir würden uns am nächsten Tag in der Schule sehen, meinte sie.
Cool, da saß ich nun allein in einem Haus ohne Heizung, irgendwo im drei Grad kalten Buenos Aires und war ganz allein. Ich wusste noch nicht einmal wo genau ich mich in dieser Riesenmetropole befand. (die Schule befand sich in der Provincia de Buenos Aires, in „Ramos Mejía“, einem eher hässlichen kleinen Vorort von Buenos Aires, mit dem Bus eine Stunde entfernt vom Stadtzentrum)Und ich hatte mir so schön vorgestellt in einer Studenten- WG mit jungen Leuten aus aller Welt zusammenzuwohnen, so wie sie es in den E-Mails immer beschrieben hatten. Doch ich war die einzige Praktikantin zu diesem Zeitpunkt.

Mein großes Glück war, das meine ältere Schwester Anna einige Tage vor mir mit ihrem Freund auch nach Buenos Aires gereist war, und ich mich mit den beiden also an diesem ersten Tag treffen konnte. Anna und Thomas haben mich im Haus abgeholt und wir sind zusammen raus gegangen in ein Café. Ich weiß nicht was ich ohne die beiden gemacht hätte, ganz allein und ohne Stadtplan irgendwo in dieser riesigen Stadt.

Am nächsten Tag begann das Praktikum, eine 45 Stundenwoche, mit Arbeitszeiten von 13 oder 14h bis 22 h und samstags von 11- 14 h. Na super, jeden Tag in der Woche bis 22h arbeiten und nur vormittags frei haben? Wie ätzend…dachte ich, und ich wollte doch so gern einen Tango- oder Salsakurs machen, doch nach 22 Uhr konnte man auch in Argentinien keinen Kurs mehr machen.

Außerdem hatte ich mir vorgestellt, mit meinen zukünftigen Schülern bestimmt ein nettes Verhältnis zu haben, sie kennen zu lernen und mich mit ihnen anzufreunden und einen lockeren Unterricht zu machen, wie eigentlich sonst üblich in einer Sprachschule. Ich hättte mich gerne mit einigen der Schülern angefreundet, denn viele waren in meinem Alter und wie hätte ich das Land Argentinien besser kennen lernen können als durch Kontakt mit den Leuten von dort?
Doch direkt am ersten Tag bekam ich eine sechsseitige Hausordnung überreicht, die mir jeglichen Kontakt mit den Schülern außerhalb des Unterrichts verbot. Wie bitte? Ich kannte schließlich keine Seele in diesem fernen Buenos Aires und war zu allem Unglück die ersten zwei Wochen auch die einzige Praktikantin (denn für Mitte September war dann doch noch ein weiterer Praktikant aus Deutschland angekündigt), und dann wurde mir auch noch der Kontakt zu den Schülern verboten? Ich fühlte mich sehr einsam und traurig.


Einige Tage später eröffneten mir die Direktorin Maria und ihre Vertreterin Carolina, dass sie beide im gleichen Haus über mir wohnten und auch einen Schlüssel meines Apartments besaßen, „um hin und wieder nach dem Rechten zu sehen“.
Da überlegte ich schon, ob das überhaupt rechtens ist und wo denn meine Privatsphäre sei. Auch besagte die Hausordnung, dass es nicht erlaubt war ungefragt Gäste in meinem Apartment zu empfangen. Super, anscheinend war ich eher in einem Internierungslager gefangen als einen tollen Auslandsaufenthalt zu haben. Und an diese Regel wie zum Beispiel niemandem im Haus zu empfangen, musste ich mich auch noch halten, schließlich wohnten die beiden mir immer unsympathischer werdenden Frauen über mir und hatten somit totale Kontrolle über das Kommen und Gehen in meinem Apartment. Nicht das ich in den ersten zwei Wochen Leute, die mich hätten besuch können / dürfen, kennen gelernt hätte- schließlich musste ich jeden Tag bis spät abends arbeiten und mit den einzigen Leuten, die ich kennen gelernt hatte, meinen Schülern, durfte ich ja keinen Kontakt haben.
Ich fühlte mich in diesen Tagen sehr allein und war traurig, aber mein Lichtblick war, dass ein zweiter deutscher Praktikant in den nächsten Tagen kommen sollte, Oliver. Dann war es doch nicht total gelogen, dass ich mit anderen Praktikanten zusammen wohnen würde.
Wenn wir erstmal zu zweit sind, wird bestimmt alles besser und ich habe jemanden zum Quatschen und Kochen nach einem langen Arbeitstag, stellte ich mir vor.

Abends wenn ich um 22h Feierabend hatte, musste ich allein zu Fuss nach hause gehen, der Weg dauerte ungefähr 15 Minuten. Das war eigentlich kein Problem, aber zu wissen, dass die beiden Direktorinnen genau fünf Minuten nach mir denselben Weg mit dem Auto fuhren, war schon sehr entwürdigend. Anscheinend war ich nur die dumme kleine Praktikantin, die umsonst arbeiten soll und mehr nicht. Nur an einem Abend, als draußen ein Gewitter mit Regen und Sturm über die Stadt tobte, durfte ich mit ihnen im Auto fahren.

Dann kam Olivers Anreisetag. Er sollte um 17 h, an einem Donnerstag, landen und diesen ersten Tag natürlich erstmal frei haben. Als ich an diesem Donnerstag um halb elf abends nach der Arbeit nach hause kam, verhielt ich mich extra ruhig weil ich dachte, dass Oliver bestimmt müde sei und in dem zweiten, bis dahin noch leer stehenden Zimmer des Apartments schlafen würde. Also öffnete ich leise die Tür zu meinem Schlafzimmer, was ein ebenfalls ein Mehrbettzimmer war, knipste das Licht an und fand einen erschrockenen 30- jährigen Typen in meinem Zimmer. „Sorry, ich wusste nicht, dass du mit in meinem Zimmer schläfst, schließlich ist das Zimmer von nebenan ja noch frei“, stammelte ich.
Das war unser Kennen Lernen, für uns beide war das aber eher lustig und kein Problem, denn er war ein netter und lustiger Kerl. Wir würden bestimmt Spaß haben, stellte ich mir vor. Ich war direkt besser gelaunt und fühlte eine Art Unterstützung durch ihn gegenüber den penetranten Chefinnen.

Am nächsten Tag fragten Oliver und ich, warum wir beide- immerhin Mädchen und Junge- in einem Zimmer schlafen müssten obwohl doch noch eins leer stand, und Oliver zumal eine Erkältung mit lautem Reizhusten mitgebracht hatte.
Auf die Frage, ob wir das andere Zimmer benutzen dürften, bekamen wir als Antwort: „mal sehen“ zu hören.
Doch auch am nächsten Tag gab es keine Antwort von der Chefriege bezüglich des Zimmers und so beschloss Oliver einfach das leer stehende Zimmer zu benutzen.

Das allerdings blieb nicht ohne Folgen, und am Dienstagmorgen, nach nur fünf Tagen seines Praktikums, wurde Oliver mal eben von den Chefinnen gefeuert und auf die Strasse gesetzt. Die Chefinnen hatten ja wie gesagt einen Schlüssel zu unserem Apartment und waren anscheinend irgendwann als Oliver und ich nicht da gewesen waren, dort hineingegangen, um sich wieder mal „umzuschauen“ ob alles in Ordnung sei und haben den Umzug Olivers bemerkt. – Ich war entsetzt von dem Verhalten der beiden Direktorinnen, wie konnten die beiden ihn wegen so einer Kleinigkeit feuern, nachdem er nur 5 Tage vorher aus Deutschland angereist war.. Das kann doch nicht sein, dachte ich, jetzt nehmen sie mir auch noch meinen einzigen „Freund“ in Buenos Aires weg, dachte ich. Oliver und ich hatten uns gut verstanden, sind in den wenigen Tagen abends was trinken gegangen, haben uns ausgelassen über unsere Erlebnisse der anderen Art in dieser Schule. Zu zweit konnte man dieses Gefängnis noch mit Humor nehmen, doch allein war es schon sehr schlimm. Nie vergessen werde ich Oliver`s Sms, die er mir geschickt hatte, nachdem er gefeuert worden war: „Die sind völlig wahnsinnig geworden, ruf mich an, wenn du Zeit hast.“

Obwohl die Direktorin Maria Oliver den Kontakt mit mir verboten hatte, telefonierten Oliver und ich natürlich trotzdem noch und trafen uns am Wochenende. Oliver hatte das große Glück, einen alten Freund in Buenos Aires zu haben, bei dem er unterkommen konnte.

Aber ich war traurig, war wieder ganz allein, musste die langen Stunden in der Schule arbeiten, bis 22h, und kannte keine Menschenseele.

Ein Alptraum, und auch meine anfängliche Schonzeit war bald vorbei und ich bekam nun von voller Breitseite die schlechte Laune und den schlechten Charakter der Direktorin mit. Sie belauschte meinen Unterricht, kam in einer Unterrichtsstunde drei Mal in meine Klasse geplatzt um mich zu recht zu weisen, wie ich den bitte den Unterricht zu halten hätte etc.

Eine Woche später kam Alicia aus Kalifornien. Maria hatte bereits eine Woche vor ihrer Ankunft kein anderes Thema mehr, immer hieß es: „Bald kommt Alicia, meine Freunden aus den USA. Sie wird dann bei dir im Apartment wohnen, Kirsten und ebenfalls in der Schule mitarbeiten.“

Ich dachte mir, eine Freundin von Maria soll in meinem Apartment wohnen? Ich stellte mir unter Alicia eine Frau so um die 30 vor, die natürlich als Freundin von Maria , eine weitere Überwachung meines Privatlebens darstellen würde. Schließlich würden wir zusammen wohnen und Alicia würde Maria wieder einige Details meines Verhaltens erzählen können. Nicht zuletzt stellte ich mir vor, dass ich mit meinen Äußerungen über die Schule gegenüber Alicia auch sehr vorsichtig sein müsste.

Dann kam Alicia, und zu meiner Überraschung hatte sie mein ungefähr Alter, sie war 25 Jahre alt und ich bin 23 Jahre alt. Und ganz entgegen meiner Erwartungen, kamen wir sehr schnell gut miteinander aus, und freundeten uns an. Klar, allein wegen des Alters waren wir beide uns viel ähnlicher als sie und Maria. Schnell wurde mir auch klar, dass, obwohl Alicia eine Freundin von Carolina und Maria war, ich ihr würde vertrauen können. Und so saßen wir bald jeden Abend, nach einem Arbeitstag gemeinsam in der Küche, kochten, tranken argentinischen Rotwein und rauchten verbotener weise innerhalb des Apartments und lästerten über die beiden Verrückten. Alicia kannte Maria und Carolina aus Madrid, wo sie ein Jahr lang bei ihnen als Untermieterin gewohnt hatte. Alicia bestätigte mir dann auch, was ich sowieso schon die ganze Zeit vermutet hatte, dass die beiden ein Pärchen waren…

Also mit Alicia war alles gut, ich war super froh eine Freundin und Vertraute in ihr gefunden zu haben. Doch eines Tages erwähnte sie dummerweise gegenüber den Direktorinnen, dass wir beide zusammen eines Freitag Abends ausgegangen waren.
Sofort wurden die beiden Damen hellhörig, denn das ich mich mit deren Freundin Alicia anfreunden würde, auf den Gedanken waren sie nicht gekommen. Sie wollten von Alicia natürlich genau wissen, worüber wir geredet hatten, denn (Alicia erzählte mir das später) sie hatten meiner Meinung nach große Angst, Alicia könnte mir ihre Homosexualität verraten, obwohl das doch für jeden, nicht völlig weltfremden Menschen, offensichtlich war, immerhin wohnten die zusammen. Und außerdem: who cares??

Na ja, das Resultat war, dass Maria und Carolina mir auch noch diese Freundin wegnahmen. Fast jeden Abend wurde Alicia nun von den beiden zum Essen oder Kino eingeladen, natürlich ohne mich, um zu verhindern, dass wir beide, Alicia und ich zu viel Zeit im gemeinsamen Apartment miteinander verbrachten.

Ich fing an die beiden so zu hassen und wusste nicht wie ich sechs Monate dort aushalten sollte.

Zu meinem großen Glück lernte ich an einem Sonntag meine Retterin Beatriz kennen. Sie, eine circa 50- jährige Argentinierin, und ich lernten uns in den Straßen von Buenos Aires kennen, als wir beide gemeinsam den Weg zur Fería in San Telmo suchten…
Wir unterhielten uns auf der Suche nach dem Weg und ich erzählte ihr, warum ich in Argentinien war und das es mir aufgrund der Verhältnisse an dieser Schule nicht sonderlich gut gefiel.
Dann meinte sie sofort: “Komm wir tauschen Nummern aus, und wenn du irgendein Problem hast, kannst du mich immer anrufen.“
Probleme hatte ich, aber ich traute mich nicht diese fremde, aber dennoch so nette Frau anzurufen. Was sollte ich ihr denn sagen?
Aber zum Glück meldete sie sich von sich aus einige Tage später bei mir und lud mich zu sich nach hause für einen Sonntag zum Mittagessen ein.
Glücklich über diese Gastfreundschaft gegenüber einer fremden Person ging ich zum Mittagessen, wo ich ihre 22- jährige Tochter und ihren 18- jährigen Sohn kennen lernte. Wir aßen zusammen und unterhielten uns, und ich fühlte mich zum ersten Mal in Buenos Aires wohl und es gefiel mir.

Das war der Anfang meiner Erlösung, denn eine Woche später floh ich in einer spektakulären Nacht- und Nebel- Aktion aus meinem Apartment, schrieb einen Abschiedsbrief an Maria indem ich ihr mitteilte, dass ich nicht mehr für sie arbeiten würde und mein Praktikum nun vorzeitig beenden würde.
Noch in derselben Nacht zog ich mit Sack und Pack bei Beatriz ein, wo ich im leer stehenden Zimmer ihrer Tochter, die inzwischen ausgezogen war, wohnen sollte.

So wohnte ich dann zweieinhalb Wochen im wunderschönen Stadtteil Devoto- in der Nachbarschaft Diego Maradonas, und langsam begann ich Argentinien zu mögen. Beatriz verhielt sich wie eine Mutter zu mir, oft saßen wir abends gemeinsam in der Küche und unterhielten uns, so konnte ich viel Spanisch sprechen und lernte viel über die Geschichte Argentiniens und die Sitten und Gebräuche des Landes.


Trotzdem war es oft ein seltsames Gefühl nun ganz ohne Job und Beschäftigung in einem fremden, fernen Land zu sein und nicht zu wissen wie es weitergehen sollte. Schließlich hatte ich schon meinen Rückflug für den 31.03.07 gebucht, für den Tag, an dem eigentlich mein Praktikum zu Ende sein sollte.

Wenn mein Freund Bastian, der mich hier in Argentinien besuchen wollte und mit mir bis Ende März bleiben wollte, nicht schon seinen Flug für Mitte November nach Buenos Aires gebucht und sich ebenfalls an der Uni Köln ein Urlaubssemester genommen hätte, hätte ich garantiert mein Rückflugsdatum geändert und wäre sofort nach Deutschland zurückgekehrt. Aber so wusste ich, dass Basti bald nachkommen würde, wir uns zusammen ein Apartment suchen würden und hier für die nächsten 4 Monate leben würden.

Aber wie das immer so im Leben ist, wenn man denkt es geht gar nicht mehr weiter, öffnet sich irgendwo eine neue Tür und plötzlich hat man wieder eine neue Perspektive. So war es auch bei mir.
An einem Abend in der Opera Bay, einem der schicksten Nachtclubs in Buenos Aires, im modernen Hafenviertel Puerto Madero, kam ich mit einem jungen deutschen Studenten ins Gespräch. Angeheitert durch den ein oder anderen Drink, erzählte ich munter von meinem Pech mit der Praktikumsstelle und dass ich jetzt ganz dringend einen neuen Job bräuchte.

Paul, so hieß dieser Student, meinte, er ginge hier in Buenos Aires in eine Sprachschule, Academia Buenos Aires, und dass der Chef ein Deutscher sei, und dass er ihn in den nächsten Tagen fragen würde, ob er nicht eine kleine Unterstützung für seine Schule bräuchte.

Und kaum zu glauben aber wahr, bekam ich circa drei Wochen später das Angebot bei der Sprachschule Academia Buenos Aires mitzuarbeiten. Ich sollte für den Anfang Englischunterricht an Silvana, die recepcionista, und an Virginia, Fredericos Ehefrau geben, und weiterhin administrative Aufgaben, die mit dem Kontakt zu Deutschland zu tun hatten, erledigen. Ich konnte es kaum glauben, ich hatte einen neuen Job, ich war so glücklich und dankbar!! Und noch dazu einen Job, der zu meinem Lehramtsstudium passte, in einer Sprachschule, in der es Spaß machte zu arbeiten, und man kein sechsseitiges Regelhaft unterschreiben musste.

So, und nun, einige Wochen später, arbeite ich weiterhin gerne in der Academia Buenos Aires und kann als Gegenleistung kostenlos an den Sprachkursen teilnehmen, was natürlich für mein Spanisch ganz super ist. Ich muss sagen, da hab ich echt Glück gehabt, so Chance bekommen zu haben, in dieser Schule mitarbeiten zu dürfen. Die Schule ist ganz zentral gelegen, direkt an der Plaza de Mayo, in einem typischen argentinischen Altbau mit Fresken und antikem Aufzug, und die gesamte Atmosphäre, zwischen den Mitarbeitern und Studenten ist super. Mittlerweile habe ich noch einen weiteren Schüler für meinen Englischunterricht und ich sammele viele wichtige Erfahrungen im Bezug aufs Unterrichten hier.