Gestern Samstag waren 38 Grad für Buenos Aires angesagt und deshalb machten wir uns mal wieder aufden Weg ins Freibad "Punta Carrasco", wo wir uns mit Freunden trafen und wohin wir auch Elisa mitnahmen, Bastian`s Bekannte, die vor ein paar Tagen erst hier in Argentinien angekommen ist... .
Also im Freibad war es natürlich so brechendvoll, dass es schon keine Sonnenliegen und -Schirme mehr gab als wir ankamen, dafür aber riesige Menschenschlangen aus der Damentoilette rauskamen und man sich, um etwas am Büdchen zu kaufen, ne gute Stunde hätte anstellen müssen..... Auch der Pool war so bevölkert, dass Schwimmen unmöglich war und man eher durchs Wasser spazieren konnte... Aber egal, war trotzdem schön und bei der Hitze will natürlich jeder ins Freibad....
Abends haben Basti und ich uns dann mit Beatriz, meiner ehemaligen Gastmutter, bei der ich ja nach meiner Flucht von der ersten Schule 2 Wochen gewohnt habe, zum Essen in Devoto getroffen und es war wirklich schön sie mal wieder zu sehen....
Als wir dann gegen 24 h den Bus von Devoto richtung Innenstadt genommen hatten und nach einer Stunde im Stadtzentrum ankamen und ausstiegen, fühlte ich mich ganz ehrlich nicht besonders wohl auf den leergefegten Straßen des Zentrums. Die großen Avenidas waren beleuchtet aber die kleinen Gassen, die am Tag auch total voll sind, waren wie ausgestorben und richtig dunkel und es kamen einem manchmal ziemlich düster dreinblickende Typen entgegen und an vielen Hauseingängen hatten Obdachlose ihr kleines Nachtdomizil aufgeschlagen... Um zu der nächsten Bushaltestelle zu kommen, um den Bus nach Palermo zu nehmen, entschieden wir uns für den viel längeren Weg entlang den großen Avenidas anstatt den kürzeren Weg durch die kleinen Gassen zu nehmen. Basti war sofort einverstanden mit diesem Vorschlag, ich glaub es war auch nicht besonders scharf darauf, sich eventuell in Gefahr zu bringen.... Das ist so schade, wenn man sich die schönen Häuser anguckt, mit der schönen französische Architektur wie in Paris und dann aber den Verfall sieht, teilweise den vielen Müll auf den Straßen, die Obdachlosen, die in Hauseingängen wohnen oder mitten auf dem Bürgersteig auf ihren Matratzen schlafen, und wenn man auf der Plaza Once die vielen Prostituierten sieht, macht mich das nachdenklich und irgendwie traurig, diese zwei Seiten der eigentlich so schönen Stadt zu sehen.
Keine Ahnung ob es dort nun gefährlich war oder nicht, aber im Vergleich zum Nachtleben in Palermo, wo die Straßen nachts beleuchtet sind und viele Menschen unterwegs sind, wollte ich da aus dem Zentrum eingentlich nur schnell weg...
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